Der Chip – auch für Katzen interessant

Chippen und registrieren bringt sehr viel Sicherheit für ihre Katze und ihren Hund, wieder zu ihnen zurückzufinden. Was muss man dafür tun?

 

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Hundehalter wissen zumeist Bescheid. Hunde ab einem Alter von 6 Monaten, die sich – und sei es nur vorübergehend – in Niedersachsen aufhalten müssen gechipt sein. Genauso wie Hunde, die einen blauen EU-Heimtierausweis brauchen, weil sie gemeinsam mit ihrer Familie in den Urlaub fahren wollen. Der Mikrochip, der im Amtsdeutsch den sperrigen Namen „elektronische Tierkennzeichnung“ besitzt sieht aus wie ein kleines Reiskorn und besitzt einen Nummerncode. Wie dieser sich genau zusammensetzt, können Sie auf Wikipedia sehr gut nachlesen.

Im Prinzip ist das Chippen vergleichbar mit einer Injektion. Nach einer Allgemeinuntersuchung wird der Chip mit einem Injektor, also einem Gerät, das ähnlich aussieht wie eine Spritze, an der linken Halsseite vor der Schulter unter die Haut gesetzt. Eine Narkose ist nicht nötig, da es sich wirklich nur um einen Pieks handelt. Meist sagen die Hunde dazu gar nichts. Sie müssen also nicht besorgt sein und keinen Urlaubstag dafür einplanen. Ganz easy. Mit einem elektronischen Lesegerät kann die darauf gespeicherte sog. „Transpondernummer“ dann immer abgelesen werden.

 

Warum sind so wenige Katzen gechipt?

Die Frage sei gestattet. Denn: Was für Hunde recht ist, sollte für Ihre Katze billig sein. Da die Kosten dafür mit weniger als 50 Euro wirklich überschaubar sind, kann es eigentlich nur bedeuten, dass Katzenbesitzer die Vorteile des Mikrochips nicht richtig einschätzen.

Dann räumen wir mal mit Vorurteilen auf.

Nein. Es geht nicht um Big Brother. Nein. Es geht auch nicht um irgendwelche Behörden, die jetzt auch noch Katzen registrieren wollen. Es geht um etwas ganz anderes. Es geht um eindeutige Identifizierung. Der Mikrochip ist quasi der Fingerabdruck Ihres Tieres. Lassen wir mal die Gründe amtlicher Bestimmungen, die für Hunde gelten, beiseite, denn die gelten ja nur in Ausnahmefällen auch bei Katzen, die verreisen wollen. Obwohl – verreisen ist ein gutes Stichwort. Katzen verreisen nämlich unglaublich gern mit Paketdiensten. Der Lieferwagen steht auf, Mieze steigt aus Neugier ein, die Tür geht zu und ab geht die Post. Buchstäblich. Und wenn es dumm kommt, nicht nur zwei Straßen, sondern viele Kilometer weiter…

Anderes Beispiel: Viele Katzen werden leider an- oder überfahren. Mit dem Mikrochip ist die Chance sehr viel höher, dass Sie, auch wenn es vielleicht eine schlimme Nachricht ist, schnell Bescheid wissen. Dann verbringen Sie keine Wochen in Angst und Sorge.

Ein weitaus weniger dramatischer, aber sehr effektiver Nutzen des Mikrochips bei Katzen ist die Anschaffung einer Katzenklappe, in die bis zu fünf Transpondernummern eingespeichert werden können und unliebsame Kampfkater der Nachbarschaft so wirkungsvoll und konsequent aus dem Haus hält.

Noch wichtiger dabei: Die Registrierung

Aber im Fall des Verlustes nutzt der Mikrochip selbst ja erstmal gar nichts. Wichtig ist, das Tier dann auch gleichzeitig - egal ob Katze oder Hund - bei einem bundesweiten Haustierzentralregister anzumelden. Erst dann haben sie gute Chancen, dass Ihr Tier wieder zu ihnen zurückfindet, wenn es mal verloren gegangen ist. Das geht ganz einfach online. Die Registrierung ist kostenlos, die dahinterstehenden Vereine sind auf Spenden angewiesen. Die bekanntesten Meldestellen sind:

TASSO ( www.tasso.net)       und

FINDEFIX (www.tierschutzbund.de/organisation/einrichtungen/haustierregister-findefix/),das Register des deutschen Tierschutzbundes.

Denn was passiert, wenn ein Tier gefunden wird? Zuerst schauen wir, ob es einen Chip hat. Das machen Tierärzte, Tierheime, Hundevereine und andere, die ein Lesegerät besitzen. Schlimm, wenn wir dann keinen finden. Dann sind wir machtlos, wenn wir das Tier nicht persönlich kennen.

Können wir aber den Chip ablesen, schauen wir bei TASSO nach, ob die Nummer dort registriert ist. Wenn ja, bekommen Sie als Halter von Tasso einen Anruf, dass Ihr Tier gefunden wurde und wo es sich befidet. Sie können sich dann direkt mit uns oder dem Finder in Verbindung setzen. Keine Angst. Ihre Daten sind dort geschützt und werden nicht an uns oder irgendjemanden sonst herausgegeben.

Geht Ihr Tier verloren, können Sie selbst auch eine Verlustmitteilung an TASSO oder FINDEFIX senden, wenn es dort registriert ist.

Sie sehen also: Es ist also sehr sinnvoll, sein Tier chippen und registrieren zu lassen. Das Netzwerk ist da. Man muss es nur nutzen. Und es kostet nicht viel Zeit und Geld.

Zu den Hunden seien noch ein paar abschließende Sätze gesagt: Sie müssen Ihren Hund in Niedersachsen ja bei der zentralen Meldestelle des Landes anmelden. (www.hunderegister-nds.de) . Diese dient jedoch ausschließlich der amtlichen Registrierung und ist zudem auch nicht kostenlos, dafür aber Pflicht für alle niedersächsischen Hundehalter. Ohne Gegenleistung. Eine Verlust- oder Fundanzeige geben sie dort erfolglos ab. Leider, leider…





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